Miteinander statt Übereinander reden
Im Nachgang zu einem D-Juniorenspiel zwischen Union Wessum II - SG Coesfeld 06 IV hatte sich der Verein SG Coesfeld schriftlich beim Staffelleiter über den Verein Union Wessum beschwert. Nach der Prüfung der Stellungnahmen beider Vereine regte der Vorsitzende des Kreissportgerichts Bernhard Langener an, ein Schlichtungsgespräch, statt einer Kreissportgerichtsverhandlung mit allen Team-Offiziellen zu führen, da ihm die Vorwürfe in den Stellungnahmen zu dürftig für eine Sportgerichtsverhandlung, aber schwerwiegend genug für weitere Handlungen schienen.
Bei diesem Schlichtungsgespräch unter der Leitung von Bernhard Langener und Christian Schmidt, als Vorsitzender der Kreisjugend, waren die Fronten zunächst verhärtet. Im weiteren Verlauf räumten dann jedoch beide Vereine ein, dass sie Fehler gemacht hätten.
Streitpunkte waren die "Willkommenskultur" (Begrüßung, Verabschiedung), die Spielfeldmaße, die dann in der Halbzeitpause nachgebessert wurden, eine Bitte nach dem Fair-Play-Modus zu spielen, was dann vom Gegner abgelehnt wurde sowie ein schwacher Schiedsrichter, der allerdings auch keine Schiedsrichter-Pfeife zur Hand hatte.
Ferner gab es einen Feldverweis gegen einen Spieler, der jedoch nicht im Spielbericht vermerkt wurde. Beim Schlichtungsgespräch am Montag wurde vereinbart, dass der Feldverweis im Spielbericht nachgetragen und der Spieler für insgesamt zwei Spiele gesperrt wird. Ferner wird dem Heimverein für ein Spiel eine Kreisaufsicht auferlegt, auch um zu prüfen, ob die Durchführungsbestimmungen zum Platzaufbau etc. eingehalten werden.
Beide Seiten wollen ihr jeweils eigenes Handeln jetzt reflektieren und die richtigen Schlüsse für sich selbst daraus ziehen, damit sich solche Vorkommnisse nicht wiederholen.
Am Ende dieses Schlichtungsgesprächs fasste Bernhard Langener folgendes Fazit: „Die Quintessenz daraus ist, dass es hilfreich ist, rechtzeitig miteinander, statt später übereinander zu reden.“
