Quelle: P. Middel (Archivbild)
Frauke Viebahn von der DJK Blau-Weiß Annen - hier bei ihrem Weltrekordsprung - sicherte sich einen EM-Titel und vier weitere Medaillen bei den Masters Hallen-Europameisterschaften in Torun.
So sieht die perfekte Hallensaison für einen Top-Leichtathleten oder eine Top-Leichtathletin aus: Zunächst Westfalenmeister, dann Deutscher Meister und zum Abschluss der Saison sogar noch Europameister. Dieses besondere Kunststück vollbrachten in diesem Winter zwei westfälische Masters-Athlet*innen. Frauke Viebahn (DJK BW Annen) in der Klasse W65 und Alfred Achtelik (FC Nordkirchen) in der Klasse M65 waren in der Woche vor Ostern bei den Europameisterschaften der Senioren-Leichtathlet*innen im polnischen Torun auf die Minute topfit und erkämpften sich die Goldmedaille in ihren Paradedisziplinen, Frauke Viebahn sogar zusätzlich noch vier weitere Medaillen.
Eine Woche nach den Hallen-Weltmeisterschaften der Topathlet*innen an gleicher Stelle – leider ohne deutsche Medaillengewinner – gewannen die deutschen Seniorensportler*innen in Torun mit Vorsprung die Nationenwertung dieser Europameisterschaft. An der großen Ausbeute an Edelmetall waren auch sieben der 18 teilnehmenden Westfalen beteiligt, allen voran Frauke Viebahn. Die Hallen-Weltrekordlerin im Hochsprung (1,44 m) siegte unangefochten in ihrer Spezialdisziplin (1,37 m), fügte kurz darauf den Sieg im Weitsprung hinzu (4,22 m) und belegte am Tag darauf den Bronzeplatz im 60-Meter-Sprint (9,18 Sek.). Bei den abschließenden Staffeln über 4 x 200-Meter war sie zweimal erfolgreich: Mit der deutschen W65-Frauenstaffel errang sie ihren dritten Hallen-EM-Titel 2026 und mit der neuen Mixed-Staffel (zwei Frauen, zwei Männer) reichte es zur Vizemeisterschaft.
Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen - hier bei den westfälischen Hallenmeisterschaften 2024 - fügte seiner beachtlichen Titelsammlung einen weiteren hinzu: Hallen-Europameister M65 [Archivfoto: FLVW].
Eine makellose Bilanz der diesjährigen Hallensaison hat auch Stabhochspringer Alfred Achtelik. Er fügte seiner schon großen Titelsammlung den des Hallen-Europameisters der M65 mit übersprungenen 3,80 Metern hinzu. Der dritte kontinentale Titelträger aus Westfalen ist in der Klasse M60 Gerd Westphal vom LC Paderborn. Er gewann den Hallen-Fünfkampf mit sehr guten 3.947 Punkten.
Zwar ohne Titel, aber immerhin mit gleich vier Medaillen im Gepäck konnte Carolin Strophff von der LG Olympia Dortmund die Heimreise antreten. Sie wurde Dritte über 400 Meter (58,39 Sek.), Dritte im Speerwurf (31,78 m) und jeweils Vize-Europameisterin mit der W35-Frauenstaffel und mit der M/W35-Mixedstaffel. Außerdem konnte sie sich noch über Rang vier auf der 200-Meter-Strecke freuen. Eine weitere Medaille für westfälische Masters-Athlet*innen gab es in Torun für Jana Palmowski (LC Porta Westfalica Nammen), die in der W35 auf Rang zwei im 800-Meter-Lauf in Ziel kam (2:14,57 Min.).